Sind Sie ein Bergfreund?
Dann interessiert es Sie sicher, dass Sie im Arberland Bayerischer Wald gleich 18 Tausender erklimmen können. Auf einige Berge können Sie sich von einem Lift auf den Gipfel tragen lassen. Für die meisten Bayerwald Berge brauchen Sie aber Muskelkraft, Ausdauer und gutes Schuhwerk.
Für ausdauernde Bergwanderer bietet sich eine Etappenwanderung an (www.bayerwald-info.de), die vielerorts auch mit Gepäck-Transfer-Service angeboten wird.
Ein beliebter Fernwanderweg ist zum Beispiel der Fernwanderweg E6, Markierung grünes Dreieck. Er verläuft von der Ostsee, über die Wachau, bis zur Adria und in seinem Abschnitt durch den Bayerischen Wald wird er parallel zur deutsch-tschechischen Grenze geführt. Die Wege führen über alle bekannten Berggipfel entlang der Glasstraße, vom Hohenbogen, über den Kaitersberg oder Osser, zum Arber und weiter durch den Nationalpark Bayerischer Wald über die Berge Falkenstein, Rachel, Lusen, bis zum Dreisessel. Ein Klassiker von 18 km ist zum Beispiel die Kammwanderung ab Berggasthof Eck in Arrach bis zum Gipfel Großer Arber.
Vor kurzem neu dazugekommen ist der Premium-Qualitäts-Fernwanderweg "Goldsteig". Der Goldsteig ist einer der 10 Top Trails in Deutschland und auch der längste und vielseitigste Bergwanderweg. Er verläuft zwar meist auf den Spuren von längst eingeführten Fernwanderwegen, eben wie dem E6, seine Trassenführung wurde jedoch optimiert.
Großer Falkenstein
Der Hausberg der Zwieseler ist der Große Falkenstein. Dieser mächtige, bis in die Gipfelregion bewaldete Berg hat eine Höhe von 1315 m und liegt im erweiterten Nationalpark Gebiet Bayerischer Wald. Viele schöne und bestens markierte Wanderwege führen auf sein breites Haupt. Urwaldreste in der Naturzone (Mittelsteighütte/Höllbachgspreng) und eine 1000-jährige Eibe auf dem Weg zu den Steinbachfällen (Wasserfälle) begeistern jeden Naturliebhaber.
Das Schutzhaus auf dem Falkenstein ist bis auf wenige Wochen im Spätherbst und Winter bewirtschaftet.
Silberberg
Der wunderlich ausgezackte Felsgipfel des Silberberges in Bodenmais gab dem Berg den Beinamen "Bischofshaube". Die Geschichte von Bodenmais ist seit Jahrhunderten mit dem Bergbau am Silberberg verbunden. Besuchen Sie bitte unbedingt das faszinierende historische Besucherbergwerk, das bequem über einen Sessellift zu erreichen ist. Eine Führung durch diesen glitzernden, mystischen Berg ist eine interessante Zeitreise in die Vergangenheit des Bergbaus und natürlich auch ein kleines Abenteuer. Die angeschlossene kleine Ausstellung ist ebenfalls absolut zu empfehlen.
Für Kinder gibt es Spielgeräte und einen kleinen Streichelzoo und natürlich sausen sie gerne mit der Sommerrodelbahn ins Tal.
Der Blick vom Berggipfel ins Zellertal und sein weites Bergpanorama sind ein ganz besonderer Genuss. Über den Berg führen schöne und interessante Wanderwege.
Wintersportler freuen sich über die bestens gepflegten Pisten auf diesem relativ niedrigen (955 m) und doch so interessanten Berg.
Rachel
Nach dem Großen Arber, mit 1456 m der höchste Berg des Bayerischen Waldes, ist der Rachel der zweithöchste Berg. Mit seinen 1453 m ist er die höchste Erhebung im Nationalpark.
Auch den Rachel können Sie nur zu Fuß erreichen. Der relativ kurze und bequemste Aufstieg führt ab Racheldiensthütte, über den Rachelsee und die Rachelkapelle auf den Gipfel.
Ausdauernde Wanderer können den Berg auch über die alten Rachelsteige ab Frauenau, Klingenbrunn, Buchenau, oder Spiegelau erklimmen. Auch der Rachel hat ein Berghaus, in dem man zu festgelegten Zeiten einkehren kann.
Lusen
Der Lusen (1373 m), mit seinem markanten, felsigen Gipfelbereich, ist ab dem Lusenparkplatz (erreichbar mit Nationalpark Igelbus ab Spiegelau) Nähe Weiler Waldhäuser schnell zu ersteigen.
Im Jahr 2005 zeichnete das Umweltministerium das schöne Blockmeer am Lusen, das in der Eiszeit entstanden ist, mit dem Gütesiegel "Bayerns schönste Biotope" aus.
Die großflächige Zerstörung des Bergfichtenwaldes ist dem Borkenkäfer zuzuschreiben, doch kann der Wanderer bereits ein Nachwachsen des Waldes mitverfolgen.
Dreisessel-Grenzgebirge
Das sagenumwobene Dreisessel-Grenzgebirge, am Dreiländereck Deutschland-Tschechien-Österreich, hat ebenfalls einen bewirtschafteten Berggasthof.
Es erstreckt sich auf bayerischer Seite über eine Länge von 6 km und ist Hauptwasserscheide zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer. Der Gebirgskamm besteht aus dem Dreisesselberg (1312 m), dem Hochstein (1332 m) mit der bekannten Bischof Neumann Kapelle, dem Bayerischen Plöckenstein (1332 m) und dem Österreichischen Plöckenstein (1379m). Der letzte Bär soll in diesem Gebiet 1856 geschossen worden sein. Vom Stifter Denkmal aus haben Sie einen wunderbaren Blick auf den Plöckensteinsee auf tschechischer Seite.
Die seltsamen Felsformationen auf dem Dreisesselkamm entstanden durch Verwitterung. Die so genannten "Steinernen Meere" die Sie beim Wandern überqueren hinterlassen einen faszinierenden Eindruck.
Leider ist auch in diesem Hochlagenwald der Borkenkäfer sehr gefräßig gewesen.
Hohenbogen
Der Hausberg von Neukirchen beim Heiligen Blut ist der Hohenbogen (1079 m). An seinem Fuße lädt ein Fun-Park Kinder zu abenteuerlichen Unternehmungen ein.
Die Sommerrodelbahn mit 16 Steilkurven auf einen Höhenunterschied von 120 m bietet Ihnen Spaß auf 750 m Länge.
Gras-Kart-Fahren wurde als Sportart neu entdeckt. Wanderer werden die schöne Tour ab Berggipfel (Sessellift), über die ehemalige Forstdiensthütte (Einkehr) zum historischen Burgstall lieben lernen.
Als Wintersportzentrum mit moderner Beschneiungsanlage bietet der Berg auch verschiedene Lifte an.
Osser
Ein sehr markanter Grenzberg ist der Osser, mit seinen beiden Gipfeln Kleiner Osser (1263 m) und Großer Osser (1293 m).
Die bayerisch-tschechische Grenze führt mitten durch den Garten des Berggasthofs. "Wie Kugel rollt und Wasser rinnt", so hatte man seinerzeit die Grenze entschieden.
Der Osser ist eine europäische Wasserscheide. Angel, Moldau und Elbe fließen zur Nordsee, die Regenflüsse und die Donau münden ins Schwarze Meer.
Der Blick von der Osserwiese ist einfach fantastisch. Der Osser mit seinem Osserschatz (Glimmerschiefer) ist einfach ein Pflichtberg für Sie, lieber Gast.
Und wie schon erwähnt, hier können Sie auch Paragliden.
Zwercheck
Ein sehr empfehlenswerter Grenzberg mit kurzem Aufstieg ab Langlaufzentrum Scheibe und herrlicher Aussicht ist das Zwercheck.
Im Winter wird gern auch seine Naturrodelbahn aufgesucht, im Sommer ist eine Höhenwanderung bis zum Osser ein ausgesprochener Ge(h)nuss.
Arber
Ja, und über den Großen Arber (1456 m), den König des Bayerischen Waldes, müssen wir Ihnen wohl nicht mehr viel erzählen, denn Sie haben sich mit den modernen Gondeln sicher schon auf seinen Gipfel tragen lassen.
Er ist Sommer wie Winter ausgesprochen Familien freundlich. Auf seinem steilsten Hang werden schon seit 1976 Weltcup- und Europacup-Rennen der Damen im Slalom und Riesenslalom ausgetragen und sein schneesicheres Langlaufzentrum auf dem 1030 m hohen Bretterschachten ist ebenfalls bestens bekannt. Der Große und der Kleine Arber bieten zu jeder Jahreszeit auch ein großartiges Erlebnis für Wanderer. Denken sie nur an die Arberschachten (Hochweiden) mit ihren kleinen Hirtenhütten.
In jüngster Zeit haben auch Verliebte den Waldkönig als Hochzeitsberg entdeckt. Sie lassen sich in einer gemütlichen Kuschelgondel in den 7. Himmel tragen.
Impressionen nicht nur für "Gipfelstürmer" im Bayerischen Wald





























































