Natürlich Naturparke!
Ihr Besuch im erlebnisreichen Naturpark Bayerischer Wald, dem höchst gelegenen Naturpark Deutschlands, macht Sie mit der Vielfalt unserer Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten bekannt.
Der Naturpark Bayerischer Wald liegt im Südosten der Bundesrepublik, zwischen der Donau und den Hochlagen entlang der bayerisch-böhmischen Grenze.
Der Erste Deutsche Nationalpark, mit dem der Naturpark Bayerischer Wald oft verwechselt wird, grenzt im Osten und der Naturpark Oberer Bayerischer Wald im Norden an unseren Naturpark an. Die genannten Naturparke und auch der Nationalpark begleiten die Glasstraße von der Region um Waldmünchen im Nordwesten, bis Waldkirchen im Südosten. Nachbarn auf tschechischer Seite sind das Landschaftsschutzgebiet und der Nationalpark Böhmerwald (Šumava).
Der Naturpark Bayerischer Wald hat eine Fläche von 3077 km2. Mit über 3% Flächenanteil am Freistaat Bayern gehört er zu den größten Naturparken der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahr 1967 gegründet, ist er heute Heimat für rund 290 000 Menschen, die sich auf 89 Städte und Gemeinden in den vier Landkreisen Straubing-Bogen, Deggendorf, Regen und Freyung-Grafenau aufteilen. In Nationalparken dominiert der Gedanke "Natur, Natur sein lassen". In Naturparken stehen die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege mit den Interessen der Erholungssuchenden im Einklang.
Naturparke dienen dem Erhalt und der Entwicklung charakteristischer Kulturlandschaften. Dazu sind auch das Bewahren und die Förderung einer naturverträglichen, extensiven Land- und Forstwirtschaft nötig.
Wie bereits erwähnt, beginnt der Landschaftsraum des Naturparks Bayerischer Wald an der Donau, in etwa 320 m Meereshöhe. Dort gibt es noch letzte Auwaldreste und strukturreiche Altwasserarme. Auf den Vorbergen des Bayerischen Waldes haben sich, genau wie in Hochlagen des Inneren Bayerischen Waldes, noch letzte Vorkommen des bedrohten Auerwildes gehalten.
Eine ökologisch sehr reichhaltige Felsformation ist der Quarzpfahl. Er zieht sich in südöstlicher Richtung über rund 140 km Länge von der Oberpfalz bis nach Oberösterreich hin. Das verwitterungsresistentere Quarzgestein überragt die benachbart liegenden Gneise um mehrere Meter und bietet zahlreichen wärmeliebenden Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum.
Im Inneren Bayerischen Wald gibt es noch strukturreiche Bergmischwälder. Zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, die im übrigen Bayern und sogar in der Bundesrepublik sehr selten geworden, oder bereits vom Aussterben bedroht sind, finden hier Rückzugsgebiete. Auch Fischotter und Luchs sind hier wieder heimisch.
Auf den Streu- und Magerwiesen des Naturpark Gebietes wachsen noch eine Reihe seltener und zum Teil stark gefährdeter Orchideenarten. Mit 1456 m ist der Große Arber der höchste Berg im Bayerischen Wald. Als einziger erreicht er die von Natur aus waldfreie, subalpine Zone. Auf dem Arber kommen deshalb auch viele eiszeitliche Reliktarten vor, die hier ihr einziges Vorkommen außerhalb der Alpen haben.
Einen wichtigen Beitrag zur Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit liefert zum Beispiel das grenzüberschreitende Informationszentrum "Grenzbahnhof Eisenstein". Die Pfahlinfostelle in Viechtach gibt nähere Informationen über das weltweit geologisch einmalige Phänomen des Quarzpfahls. Das Naturpark-Informationshaus am südlichen Ortsrand von Zwiesel wurde überwiegend mit Baustoffen aus der Region errichtet. Hier gibt es Informationen zur Haustechnik und eine familienfreundliche Dauerausstellung über den Naturpark Bayerischer Wald.
Noch mehr Infos über den Naturpark Bayerischer Wald auf der Homepage www.naturpark-bayer-wald.de
Impressionen aus dem Naturpark Bayerischer Wald





















